Orgel

Die Franz Eggert-Orgel in der Herz-Jesu-Kirche in Berlin-Mitte ist heute die älteste im Bistum Berlin und die grösste erhaltene Eggert-Orgel in ganz Deutschland. Das Instrument wurde 1899 von Franz Eggert aus Paderborn als Opus 89 mit 40 Registern, verteilt auf drei Manualen und Pedal erbaut. 

1936 wurde die romantische Orgel im Sinne der Orgelreform oder der Orgelbewegung umgestaltet. Orgelbau G.F. Steinmeyer & Co. aus Oettingen veränderte oder ersetzte 13 Register um eine "Klangaufhellung" zu erreichen.

1997 wurde eine umfassende Restaurierung beschlossen, d.h. Rückführung des Instruments in seinen ursprünglichen Zustand und Erhalt eines einmaligen Klangdokumentes.

Der Auftrag erging an die Orgelwerkstatt Christian Scheffler aus Sieversdorf. Diese Restaurierungsarbeiten wurden im November 1998 beendet.

Aufgrund vorherrschender Mängel wurde im Juni 2003 das westfälische Traditionsunternehmen Orgelbau Friedrich Fleiter aus Münster / i. Westfalen  mit der Ausführung einer Restaurierung der Restaurierung der historischen Franz-Eggert-Orgel beauftragt. Die profunden Kenntnisse dieses Orgelbaumeisterbetriebes, insbesondere im Umgang und in der Restaurierungspraxis spätromantischer u.a. pneumatischer Orgeln westfälischer Herkunft, führten im Frühjahr 2004 zur Vollendung der Restaurierungsarbeiten.

Heute erklingt das wertvolle historische Instrumente wiederum mit seinem unverwechselbaren Charme original-romantischer Klangsubstanz.

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Die Disposition

I. Manual
(Hauptwerk) C-f’’’



I I. Manual
(Oberwerk) C-f’’’


I I I. Manual
(Schwellwerk) C-f’’’


Principal
Principal 
Gambe 
Bordun
Doppelflöte 
Flauto major 
Octave  
Gemshorn 
Rauschquinte 2fach 
Cornett 3fach 
Mixtur 2-5fach 
Trompete 
Trompete                
16'
8'
8'
8'
8'
8'
4'
4'
22/3'
4'
51/3'
8'
16'

Bordun  
Principal
Gedeckt 
Salicional  
Harmonieflöte  
Octave   
Rohrflöte
Progress. Harm. 2-4fach
Clarinette
16’
8'
8'
8'
8'
4'
4'

8'


Gambe 
Geigenprincipal
Gedackt 
Concertflöte
Aeoline 
Voix celestis
Traversflöte
Violino
Oboe 
16'
8'
8'
8'
8'
8'
4'
4'
8'

Pedal C-d’








Principalbaß  
Subbaß 
Violon 
Gedacktbaß 
Oktavbaß
Gedacktbaß 
Violoncello  
Posaune
Trompete     
16'
16'
16'
16'
8'
8'
8'
16'
8'

Kegelladen, pneumatische Spiel-und Registertraktur.
Manual-Coppel II-I, III-I, III-II, Pedalcoppel I, II, III.
Tutti, Forte, Mezzoforte, Ad libitum (= eine freie Kombination), Piano im Pedal,
Schwelltritt für das III. Manual mit drei Stufen zum Einhaken, Crescendo-Tritt

Diese historische Orgel steht nun der Gemeinde und den Organisten in der ursprünglichen Gestalt zur Verfügung. Der warme, nie schreiende, aber volle und weiche Klang des Instrumentes bezaubert durch die symphonischen Gemälde und Stimmungen, die unter den kundigen Händen des Organisten entstehen.
Die Traktur ist sehr leichtgängig durch die damals verwendete Pneumatik, hat aber den Nachteil, dass absolut präzises Spiel sehr erschwert ist. In den symphonischen Orgelwerken ist aber die Virtuosität, der Zauber der momentanen Stimmung des Werkes und das Grandiose im Vordergrund, sodass die Nachteile der Traktur gar nicht so ins Gewicht fallen.